Ein Tag im Europapark – Spaß pur!

Von , 29. Juni 2013 17:23

Europapark

Stelle fest: ein Tag im Europapark in Rust kann extrem kurzweilig sein – aber auch sehr anstrengend. Nicht nur wegen der zum Teil langen Wartezeiten an den Hauptattraktionen, sondern auch weil ein paar Meter zurückgelegt werden müssen, möchte man möglichst viele der angebotenen Highlights auch selbst gesehen oder gar selbst miterlebt haben. Trotzdem hatte ich schon lange den Plan, endlich mal Deutschlands größten Freizeitpark zu besuchen und nun, Mitte Juni 2013, hat es endlich mal geklappt.

Und eines möchte ich an dieser Stelle einfach mal festhalten: Von den Vergnügungsparks, die ich bisher habe besuchen dürfen, bietet der Europapark den mit Abstand größten Spaß-Faktor. Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich dem unweit der französischen Grenze gelegenen Park 9 Punkte geben. Und den einen Punkt Abzug gibt es auch nur, weil das gastronomische Angebot wie in so vielen Freizeitparks einfach unterirdisch ist. Eine Currywurst, die eher eine Brühwurst ist, sei an dieser Stelle mal beispielhaft genannt.

Europapark

Doch das eigentlich Wichtige sind ja die Fahrgeschäfte. Und da kommen Groß und Klein in den vielen verschiedenen Bereichen – geordnet nach europäischen Ländern, daher auch der Parkname – wirklich voll auf ihre Kosten. Persönlich habe ich mich natürlich in erster Linie mit den Haupt-Attraktionen auseinandergesetzt und abgesehen von der Euro-Mir“ (leider am Ende verpennt, noch einmal zu besuchen) auch wirklich alles mitgemacht. Lasst mich an dieser Stele einfach ein paar Beispiele hervorheben.

  • Silver Star – Die mit Abstand nervenaufreibendste Achterbahn, mit der ich bisher gefahren bin. Der erste (wirklich steile) Anstieg entführt die Nutzer auf über 70 Meter Höhe – mit einem beeindruckenden Blick über den kompletten Park und das Umland. Zeit zum Genießen bleibt aber nicht wirklich. Denn kaum ist man an der Spitze angekommen, geht es auch schon fast senkrecht dem Erdboden entgegen. Nach Angaben der Betreiber mit bis zu 130 km/h und bis zu 4 G. Top-Thrill! Und wenn ich ehrlich bin, hatte ich zu Beginn des wilden Ritts zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl, eine Achterbahn am liebsten wieder verlassen zu wollen. Denn es fehlt an einem Bügel, der über die Schulter gelegt wird; irgendwie etwas beängstigend. Aber: die Fahrt lohnt sich – auch wenn sie nun wahrlich nichts für schwache Nerven ist.
  • blue fire – Ähnlich spektakulär wie die „Silver Star“, aber doch ganz anders. Denn hier geht es vom Start weg richtig zur Sache. Die Bahn beschleunigt per Katapultstart in wenigen Sekunden auf ihre maximale Geschwindigkeit, schießt fast senkrecht in die Höhe, um anschließend in einer halben Schraube nach links wegzukippen…. der helle Wahnsinn. Auch hier fehlt es an einem Schulterbügel, was den Nervenkitzel deutlich steigert. Nette Idee: in den Haltegriffen ist ein Pulsmesser integriert. Meine Werte schwankten zwischen rund 90 im „Bahnhof“ und etwa 125 während der Fahrt.
  • Atlantica SuperSplash – Bei dieser Wildwasserbahn stimmt nicht nur das portugiesische Drumherum mit Original-Holz-Fischerbötchen, sondern auch der Spaß-Faktor. Denn hier spritzt das Wasser in einem wirklich gewaltigem Maße. Nicht nur während der Fahrt, sondern auch noch wenn man glaubt, die Fahrt sei schon vorbei. Wer nicht nass werden will, sollte hier nicht einsteigen – oder Regenschutz einpacken. Im folgenden Video habe ich den Spaß dokumentiert.

Weitere Höhepunkte sind die riesige Holzachterbahn „Wodan“, die Indoor-Achterbahn „Eurosat“, die mit rasender Geschwindigkeit durch die Dunkelheit rast oder auch  Wasser-Achterbahn „Poseidon“. Spaß macht auch die Rafting-Tour „Fjord Rafting“. Alles in allem gibt es für den recht hohen Eintrittspreis – der Normalpreis liegt aktuell bei immerhin 39 Euro – eine Menge zu erleben und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unter dem Strich mehr als angemessen. Zum Vergleich: Im Phantasialand nahe Köln werden 39,50 Euro verlangt, allerdings gibt es einen zweiten Eintritt zu bestimmten Zeiten geschenkt.

Lobend zu erwähnen ist, dass die Betreiber des Europaparks während der Hauptsaison eine wohltuende Flexibilität bei den Öffnungszeiten beweisen. Gegen Mittag wird festgelegt, wann der Park am Abend genau schließen wird. Abhängig macht man das wohl in erster Linie vom Besucheraufkommen, aber auch vom Wetter. Am Tag meines Besuchs hieß es, dass die letzten Fahrten statt wie geplant um 18 Uhr erst um 18:30 Uhr stattfinden werden. Als ich um 18:40 Uhr Richtung Parkplatz geschlendert bin, fuhren „Silver Star“ und „Wodan“ aber immer noch.

Europapark

Ebenfalls toll: an verschiedenen Punkten im Park stehen WLAN-Hotspots zur Verfügung, an denen kostenlos Teile des Internet genutzt werden können. So lassen sich auf dem Smartphone über eine spezielle Landing-Page im Browser zum Beispiel die aktuellen Wartezeiten an den Haupt-Attraktionen abrufen und es können persönliche Eindrücke bei Facebook gepostet werden. Das komplette Internet lässt sich gegen einen kleinen Aufpreis auf Wunsch ebenfalls nutzen. Und natürlich bietet der Europapark für Besucher auch eigene Smartphone-Apps an…

Fazit: Für mich steht jetzt schon fest: Ich komme wieder! Denn der Tag im Schwarzwald hat – trotz schmerzender Füße am Abend – einfach Spaß gemacht. Sehr viel Spaß!

Übrigens: allen, die vielleicht vor Ort eine Ferienwohnung suchen, sei jene von Familie Heitzler sehr ans Herz gelegt. Die geräumige Wohnung mit Dachterrasse und modernem Bad ist auch für mehrere Personen super geeignet. Einen kleinen Eindruck habe ich in einem Video zusammengefasst.

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