Der Tag, an dem Marc Fascher ging…

Von , 23. Januar 2012 18:58

Wir schreiben Montag den 23. Januar und nun haben wir ihn wirklich: den Tag, an dem Marc Fascher ging. Vor ein paar Minuten flatterte mir die offizielle Pressemitteilung in mein E-Mail-Postfach, wonach Preußen Müster seinen Erfolgstrainer mit sofortiger Wirkung entlassen hat. Ein richtiger Schritt?

Ich möchte an dieser Stelle kein Urteil fällen, denn das, was zwischen Vorstand und Trainer hinter den Kulissen vorgefallen ist, wissen ohnehin nur die unmittelbar Beteiligten. Fakt ist aber: Preußen Münster verliert einen äußerst sympathischen Menschen und jenen Trainer, der den Verein aus der Bedeutungslosigkeit zurück in den bezahlten Fußball geführt hat.

Und genau deswegen auch diese Zeilen: Dank Marcs Arbeit durfte ich die bisher schönsten Momente erleben, die es für mich jemals mit meinem Verein zu feiern gab. Nachdem es seit 1989 eigentlich nur nach unten ging, war der Aufstieg in die 3. Liga an Emotionen kaum zu toppen. Und genau deswegen wird vor allem der verantwortliche Trainer unvergessen bleiben. Aufstiegstrainer setzen sich nun einmal ein Denkmal.

Dass er nun gehen muss, ist gerade aufgrund eben dieser Erlebnisse bitter. Vor allem aber die Art und Weise des nun erfolgten Abschieds ist seiner erbrachten Leistungen nicht würdig. Noch nie habe ich bei Preußen Münster einen Trainer erlebt, der mit so viel Hingabe und Konzentration in einen Spieltag gegangen ist. Seine Explosivität an der Seitenlinie während der Meisterschafts- und Pokalspiele war und ist einzigartig. Stets hat man gemerkt, dass da einer mit vollem Herzblut seinen Job verrichtet und nicht weitestgehend emotionslos das Spielgeschehen verfolgt.

Aber – und das ist ebenso zu betonen – rein sportlich zeigte die Formkurve in den zurückliegenden Wochen und Monaten nur recht selten wirklich nach oben. Und insofern kann ich auch den Verein verstehen, dass er in Sachen Vertragsverlängerung zögerlich agierte. Zu zögerlich? Vielleicht! Ich glaube aber auch, dass der Vorstand stets nur das Wohl des Gesamtvereins im Blick hat(te). Dass auch Fehler gemacht wurden, nun, das steht auf einem anderen Blatt.

Ich möchte eigentlich nur noch eines sagen: Danke Marc, Danke für alles – auch an Deinen Kollegen Ingo Schlösser!

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