Es ist vorbei – Fünf fesselnde Jahre mit “Lost”

Sechs Staffeln in fünfeinhalb Jahren - "Lost" ist zu Ende gegangen - leider!
Das war’s, es ist vorbei. In den Worten von Insidern gesprochen: das Auge ist geschlossen. Über fünfeinhalb Jahre, wurde ich begeistert, fasziniert und zum Teil sogar verzaubert. Immer wieder saß ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagend vor dem Fernseher und dachte Dinge wie “Was zum Teufel…”, “Ist doch nicht wahr…” oder einfach nur “Aaaaaaaah!!!!” Wovon ich spreche? Nun, von der wohl besten Serie, die es jemals im TV gegeben hat: “Lost”.
Nie im Leben hätte ich es für möglich gehalten, dass mich eine Fernseh-Serie so dermaßen in den Bann ziehen kann, wie es “Lost” geschafft hat. Die Geschichte um einen Flugzeugabsturz und das anschließende Leben auf einer mysteriösen Insel, die nicht nur ein Geheimnis vorweisen kann, war einfach einzigartig. Wer sich intensiv mit “Lost” auseinandergesetzt hat, wird verstehen, was ich meine. Der Rest wohl nur ein müdes Lächeln für meine Begeisterung übrig haben.
Fakt ist: heute Nacht war es soweit. Folge 120 und 121 wurden in einer Doppelfolge auf FOX gezeigt und waren ihres Zeichens das Ende der sechsten und gleichzeitig letzten Staffel. Viele Geheimnisse wurden zum Ende gelöst, diverse Fragen aber auch unbeantwortet gelassen. Das macht aber nichts, denn für mich hat die Ende zu einem ehrwürdigen Ende gefunden. Gut, der Schluss wirkte ein bisschen so, als müsse alles ruckzuck zu Ende erzählt werden, letztlich wurde aber ein im Großen und Ganzen akzeptabler Schlusspunkt gesetzt.
Wenn ihr mich fragen würdet, was mich denn im Detail so an Lost fasziniert hat, könnte ich auf die Schnelle gar keine Antwort geben. Es war einfach die Art und Weise des gesamten Formats. Alle Hauptdarsteller wurden in einzelnen Episoden besonders beleuchtet. Es gab Rückblenden auf das frühere Leben in der Zeit vor dem Absturz, Zeitreisen in eine Parallelwelt und natürlich Geschichten zum Leben auf der Insel.
Teilweise hatte “Lost” etwas von Mystery, manchmal von einem Action-Blockbuster und hier und da von einer Liebesgeschichte. Dabei wurde der Bogen manchmal bewusst überspannt, vor allem aber immer wieder neue Fragen aufgeworfen, die den Zuschauer einfach immer tiefer in den Bann der Serie zogen – wenn man bereit war, die teils langen Staffelpausen mitzutragen.
Nun ist Lost vorbei. Nach 121 Folgen ist Schluss. Und ich bin traurig. Traurig, dass es nicht weitergehen wird mit Jack, Kate, Ben, Hurley und Sawyer. Traurig, dass ich die mysteriösen Geschichten um das Rauchmonster, den nicht alternden Richard und den ominösen Jacob sozusagen aus meinem Leben streichen muss. Denn ich bin mir sicher: eine Serie wie “Lost” wird es für mich nicht noch einmal geben. Denn “Lost” war phänomenal. “Lost” war einfach einzigartig. Danke für diese tolle Zeit. Es hat Spaß gemacht – viel Spaß.


Naja da kommt auch mal ne neue tolle Serie nach. Bisher gabs immer was neues tolles.