Preußen Münster: Last-Minute-Remis in Essen
Ein Fußballtag vom Feinsten ist zuende gegangen. Zwar nicht mit den erhofften drei Punkten im Gepäck, doch letztlich muss man mit dem Erreichten zufrieden sein. Preußen Münster erreichte vor 10.022 Zuschauern ein 1:1 bei Rot-Weiss Essen und hält damit Kontakt zur Tabellenspitze im Aufstiegsrennen der Saison 2009/2010. Doch es gehörte eine ordentliche Portion Glück dazu. Erst in der 94. Minute, also in der vierten Minute der Nachspielzeit, war es Wojciech Pollok, der die zwischenzeitliche Führung der Essener ausgleichen konnte.
Ich selber habe das Tor leider kaum sehen können. Als Mitglied der Preußen-Redaktion stand ich bereits am Spielfeldrand, um nach Abpfiff Stimmen der Preußen-Spieler einzusammeln. Innerlich eingestellt war ich bereits auf traurige Gesichter. Doch stattdessen sollte ich Jubel-Arien wie nach einem Sieg sehen. Aus einem sichtlich erleichterten Pollok sprudelte es nur so heraus: “Ich bin überglücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte.” Und weiter: “Wir haben immer an uns geglaubt, bis zum Schluss gekämpft und uns den Ausgleich absolut verdient.”

Entlastungszug nach Essen - mit zehn Waggons für 1.000 Fans.
Doch Preußen Münster hat nicht nur das 1:1 verdient, sondern auch ein Lob aus Fan-Sicht. Rund 1.000 Preußen-Fans durften mit einem vom Verein organisierten Sonderzug Richtung Essen reisen. Insgesamt waren sogar 2.500 SCP-Anhänger im Georg-Melches-Stadion zu Gast, das derzeit allerdings mehr einer Ruine gleicht, als einem Stadion.

Huch, da fehlt doch was!?
Ich habe das Spiel übrigens von der Pressetribüne aus verfolgt, weil ich den Preußen-Liveticker machen und im Anschluss an die Partie den Spielbericht schreiben durfte.
Und was bleibt? Die Überzeugung, dass es sich durchaus gelohnt hat, früh am Morgen um 8 Uhr aufzustehen, über die Autobahn nach Münster zu fahren, von dort mit dem Sonderzug nach Essen zu reisen, mit Flo und Jan von der Preußen-Geschäftsstelle im Auto zurück nach Münster zu fahren, um kurz nach Mitternacht wieder in Köln anzukommen.
Und das soll es auch noch lange nicht gewesen sein. Am kommenden Samstag geht es in der runderneuerten BayArena gegen die zweite Mannschaft der Werkself aus Leverkusen weiter. Ja, es macht Spaß, meinen Verein zu unterstützen.

Bus-Shuttleservice zum Georg-Melches-Stadion.


Ich war schon immer Preußen-Fan.
Das, was ich derzeit für den SCP machen darf, wollte ich eigentlich auch für den USC machen. Das hat aber aufgrund organsiatorischer Probleme im Verein nicht geklappt. Nach wie vor stehe ich aber in einem absolut intakten Verhältnis zu der Vereinsspitze und freue mich sehr über das Aufleben der ersten Mannschaft zu Beginn der neuen Saison.
Dadurch, dass ich bei den Preußen momentan sehr umfangreich eingebunden werde und an diversen Stellen mithelfen darf, bleibt für den USC derzeit aber nicht die notwendige Zeit.
Scheinst wohl auch endlich richtig(!) auf den Preußengeschmack gekommen zu sein.
Schön.
Wie stehste derweil zum USC?