Loveparade 08 – Schlammschlacht vs. Bahn-Chaos

Sie liegt hinter mir, die Loveparade 2008. Highway to love lautete das Motto in Dortmund, die nach offiziellen Angaben 1,6 Millionen Party-People auf die B1 lockte. Bei genauerer Betrachtungsweise hätte man ihr aber eher den Titel Highway to hell verleihen können. Die Party an sich war – wie immer – super, die Organisation und das Wetter eine Katastrophe.
Los ging es für Tommy, Daniel und mich um gegen 13 Uhr. Der Regional-Express nach Dortmund sollte uns zum Dortmunder Hauptbahnhof bringen. Doch dieses Vorhaben erwies sich als alles andere als umsetzbar. Dass der Zug voll werden würde, war ja noch vorhersehbar (warum hab ich bloß ein Wochenendticket gekauft?), aber dass der Zug kurz vor Dortmund auf offener Strecke stehen bleibt, das war alles andere als eine Ideallösung. Fast eine Stunde ging nichts vor und nichts zurück – dann wurden die Nottüren geöffnet und die Gleise gestürmt. Ein Fußmarsch über mehrere Kilometer zum Beginn der B1 folgte – monsunartiges Gewitter inklusive. Noch vor Beginn der Parade waren wir durchnässt bis auf die Haut. Danke auch!
Statt um 14.30 Uhr kamen wir um 17 Uhr an der Strecke der Loveparade an. Und als ob ich hätte Regie führen dürfen, fuhr mir als erster Float jener des Heaven und Fusion Club aus Münster entgegen. Ein grandioser Einstieg. Was folgte waren fünf Stunden Party pur. Aber auch immer wieder Regen vom Feinsten. Das hatte zur Folge, dass der Mittelstreckenabschnitt der B1 zu einer Schlammlandschaft mutierte. Katastrophe!!!
Doch es sollte noch schlimmer kommen. Der Rückweg ist mit Worten eigentlich nicht zu beschreiben. Zwei Stunden hing ich in Dortmund am Bahnhof fest, musste drei Polizei-Sicherheitsschleusen passieren, um nach dichten Gedränge und Geschiebe endlich meinen Zug in die Heimat zu erreichen. Details habe ich in einem Artikel bei Techno4ever.net zusammengefasst. Um 3.30 Uhr war ich endlich (!) wieder zuhause und nach einer Dusche reif für’s Bett.
Nächstes Jahr soll es in Bochum weitergehen. Ich bin gerne wieder dabei. Allerdings glaube ich nicht, dass ich mich mit der Bahn auf den Weg machen werde. Da trinke ich lieber nichts und fahre mit dem Auto als dass ich meine Zeit an die Deutsche Bahn und die mangelhafte Koordination verplempere.
Ein paar Impressionen von der Loveparade 2008 habe ich im Übrigen in meiner Gallery zusammengestellt.

